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Finde die passenden Pfeile zu deinem Bogen

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Neben dem Wissen über das unterschiedliche Bogenschießen Equipment sind auch Infos über die unterschiedlichen Pfeilarten von großer Wichtigkeit für den Bogenschützen. Wenn du gern das Bogenschießen lernen möchtest, dich jedoch vor den ganzen Fachbegriffen beim Pfeile Kaufen scheust, helfen wir dir gern weiter. Denn was auf den ersten Blick so umfangreich erscheint, ist es im Grunde gar nicht. Wir haben für dich essentielle Informationen über die verschiedenen Pfeile für das Bogenschießen prägnant auf den Punkt gebracht, damit auch du die richtigen Pfeile für deinen Bogen findest. Viel Spaß mit unserem Pfeile Ratgeber!

 

 

 

Die unterschiedlichen Pfeiltypen für das Bogenschießen

In früheren Zeiten, als der Schütze nur mit dem Langbogen unterwegs war, gab es noch nicht so viel Auswahl wie heute. Der Pfeil der Wahl bestand aus Holz. Heute sind Bogenschießen Pfeile in allen möglichen Variationen erhältlich – von Holzpfeilen über Aliminiumpfeile bis hin zu Fiberglaspfeilen und Carbonpfeilen ist alles dabei. Welches genau die Unterschiede sind und wie sich das Material der Pfeile fürs Bogenschießen auf die Flugeigenschaften auswirkt, erklären wir dir nachfolgend.

 

 

Holzpfeile

Die Holzpfeile sind, wie bereits erwähnt, der Klassiker unter den Pfeilen fürs Bogenschießen. Wer eine traditionelle Einstellung zum Bogensport hat, der wird um Holzpfeile nicht herumkommen. Sie sind günstig in der Anschaffung, haben jedoch einige Nachteile: Sie zerbrechen leicht, wodurch eine erhöhte Verletzungsgefahr besteht. Außerdem verziehen sie sich bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen und neigen bei Feuchtigkeit zum Aufquellen, was die Flugeigenschaften sehr beeinträchtigen kann.

Bist du Recurvebogen Schütze, raten wir von Holzpfeilen dringend ab. Diese zerbrechen viel zu leicht, als dass sie der Energieübertragung durch einen Recurve Bogen standhalten könnten. Dass sie auch für den Compoundbogen mit seiner extremen Power nicht geeignet sind, versteht sich dann von selbst.

 

bogenschießen pfeile

 

 

Carbonpfeile

Carbonpfeile sind relativ teuer, aber sehr anfängerfreundlich. Der Carbonpfeil ist extrem haltbar und witterungsbeständig. Er verzieht sich nicht und verzeiht so manchen Fehler.

Allerdings neigt er zum Splittern. Daher solltest du ihn vor jedem Schuss kurz auf Beschädigungen überprüfen. Biege ihn sehr leicht hin und her und lausche, ob irgendetwas knirscht. Ist dies nicht der Fall, kannst du ihn verwenden.

Carbonpfeile sind für Recurvebögen, Langbögen sowie Compoundbögen geeignet. Im Bogenschießen Pfeile Vergleich schneiden Carbonpfeile unserer Meinung nach am besten ab, da sie wenige Nachteile aufweisen und viele Vorteile in sich vereinen.

In der Regel besteht der Compoundpfeil aus reinem Carbon. Das hohe Zuggewicht führt dazu, dass die Belastung auf den Pfeil beim Einschlag sehr hoch ist. Daher wäre ein Pfeil aus Aluminium nicht sehr gut geeignet. Die Aluminiumpfeile verbiegen sich vor allem bei Zielscheiben aus Stramit, da die Belastung beim Einschlag auf Dauer einfach zu hoch ist.

 

 

Aluminiumpfeile

Aluminiumpfeile sind leicht, robust und sowohl für Recurvebögen als auch für Lang- und Compoundbögen geeignet. Allerdings sind sie nicht besonders anfängerfreundlich, da sie sich schnell verbiegen, vor allem wenn sie auf ein hartes Ziel aufkommen. Erfahrene Schützen treffen bekanntermaßen eher die weiche Zielscheibe als Bogenschützen Anfänger – daher sollten Alupfeile auch nur von Ersteren verwendet werden, sonst wird es schnell teuer.

 

 

Fiberglaspfeile

Fiberglaspfeile sind nicht nur sehr günstig, sondern vor allem eins – ungeeignet für alle Bögen, deren Zugkraft mehr als 30 lbs betragen. Daher raten wir generell von diesen Pfeilen ab, es sei denn, sie werden von Kinderbögen oder Freizeitschützen ohne große Ambitionen verwendet. Außerdem sind ihre Flugeigenschaften eher ungünstig und können erfahrene Schützen schnell frustrieren.

 

carbonpfeil

 

 

Pfeilkunde

Der Pfeil besteht hauptsächlich aus einem Schaft, welcher aus Holz, Aluminium, Carbon oder Aluminium/Carbon gemacht ist. Die Dicke des Schafts hat einen großen Einfluss auf den Luftwiderstand: Je dünner ein Schaft ist, umso weiter fliegt er.

Jeder Schaft ist mit einer Pfeilspitze ausgestattet. Die Pfeilspitze ist hauptsächlich dazu da, den Schaft an der Spitze schwerer zu machen, wodurch die Flugbahn stabilisiert wird. Durch eine schwere Spitze wird der Schwerpunkt des Pfeils nach vorne verlagert. Ist die Spitze leicht, wird der Schwerpunkt auch nicht ganz so weit nach vorne verlagert. Diese Verlagerung wird als FOC (Front of Center) bezeichnet und sollte zwischen 7 % und 16 % liegen.

Da der Pfeil die Massenträgheit überwinden muss, wird er beim Abschuss zuerst gestaucht. Dabei gilt: Je schwerer die Spitze, desto größer ist die Stauchung des Pfeils. Das Gewicht der Spitze führt zu einer maßgeblichen Beeinflussung des Spinewerts. Der Spinewert und die richtige Bestimmung stellen für einen Bogenschützen so ziemlich das Wichtigste im Bereich der Pfeilkunde dar.

Der Pfeil eines jeden Bogenschützen muss genau zu dem Bogen und der Schießtechnik passen. Der Pfeil wird beim Abschuss gestaucht und in eine starke Pendelbewegung versetzt. Der Pfeil muss sich insgesamt so verwinden, dass er trotz seiner Eigengeschwindigkeit beim Abschuss geradewegs zum Ziel fliegt. Um den richtigen Pfeil für den Bogen zu finden, wird viel Grundwissen benötigt. Für das notwendige Grob- und Feintuning ist noch mehr Wissen und Erfahrung erforderlich.

Am Ende jeden Pfeils befindet sich die Nocke. Diese gibt es in vielen Varianten. Einige Nocken sind speziell für bestimmte Pfeiltypen konstruiert worden und können nur mit „Inserts“ verwendet werden. Dabei handelt es sich um kleine Hülsen, welche an das Schaftende gesteckt werden, um die Nocke zu montieren. Bei der Nocke muss beachtet werden, dass sie genau in die Sehne passt und nicht zu groß oder zu klein ist.

Am Ende des Schafts ist an jedem Pfeil die Befiederung angebracht. Diese stabilisiert den Pfeil im Flug aerodynamisch. Auch die Befiederung ist in unterschiedlichen Größen und Materialien erhältlich. Je größer die Befiederung ist, desto schneller erfolgt im Flug die Stabilisierung. Eine große Befiederung führt allerdings auch zu einem erhöhten Luftwiderstand und somit auch zu einer verkürzten Reichweite. Gerade für die etwas schwächeren Bogen (unter 30 lbs) sind daher nur kleinere Federn geeignet, damit der Pfeil nicht zu stark ausgebremst wird.

Der Schaft ergibt zusammen mit der Spitze, der Befiederung und der Nocke den Pfeil. Möchtest du an Turnieren teilnehmen, musst du die Pfeile kennzeichnen, da sich dein Pfeil auf der Scheibe von den anderen unterscheiden muss. Die Federn könnten im Flug abfallen, daher muss der Schaft eindeutig gekennzeichnet sein (z. B. mit Namenszeichen). Bei Feldbogen oder 3-D-Turnieren müssen die Pfeile zusätzlich eine Nummer tragen oder mit einer unterschiedlichen Anzahl an Ringen markiert sein.

Wichtig: die richtige Pfeillänge

Um die richtigen Pfeile für deinen Bogen kaufen zu können, musst du zunächst die Pfeillänge berechnen. Die Pfeillänge ist aus folgenden Gründen sehr wichtig:

  • Ein zu langer Pfeil führt zu Verkrampfungen in der Haltung und auf lange Sicht zu schweren Verspannungen, da du beim Schießen quasi deine optimale Auszugslänge überdehnst
  • Mit der falschen Pfeillänge wirst du nicht umzugehen lernen – du wirst niemals das Optimum aus deinen Schießkünsten herausholen
  • Ein zu kurzer Pfeil bedeutet ein extrem hohes Verletzungsrisiko, denn dieser kann vom Schaft rutschen und sich beim Lösen der Sehne in deine Körperteile oder die Körperteile Umstehender bohren

Um die richtige Länge des Pfeils zu ermitteln, musst du nicht unbedingt die Auszugslänge berechnen. Du kannst auch die Grundhaltung beim Bogenschießen einnehmen und mit einem langen Stock testen, wie lang genau dein Pfeil sein muss. Hierbei ist zu beachten, dass deine Grundhaltung stimmen muss. Ein Anfänger sollte sich also einen soliden Schützen zu Hilfe nehmen, damit dieser die Haltung bewerten kann.

Eine Alternative zu einem langen Stock ist übrigens ein Messpfeil.

 

langbogen kaufen

 

Der für deinen Bogen optimale Pfeil ragt nun, in der Bogenschießen Grundstellung, zwischen fünf und acht Zentimeter über den Schaft hinaus.

Ein anderer Weg, um die richtige Pfeillänge zu bestimmen, ist natürlich der, deine Auszugslänge rechnerisch zu bestimmen. Dazu stellst du dich mit ausgebreiteten Armen hin und eine zweite Person misst den Abstand von einem Mittelfinger zum anderen. Wichtig hierbei ist, dass du dich nicht überstreckst! Die Arme müssen locker ausgebreitet sein. Den so ermittelten Wert kannst du in einen Online Auszugslänge Rechner eingeben und erhältst so deine Auszugslänge.

Zunächst ist es wichtig, dass du bereits eine ausgereifte Technik besitzt oder jemanden hast, der dir die Grundhaltung beibringen kann, wenn du den Bogen spannst und hältst. In der Ausgangsposition lässt sich die richtige Pfeillänge relativ leicht bestimmen. Durch eine inkorrekte Haltung wird sie allerdings verfälscht.

Du solltest nicht mit Pfeilen schießen, die nicht an deine Auszugslänge angepasst sind. Andernfalls steigt das Verletzungsrisiko sowohl für dich als auch für die anderen Bogenschützen erheblich. Ist der Pfeil zu kurz oder zu lang, wirst du automatisch eine falsche Haltung annehmen, um die falsche Pfeillänge auszugleichen.

 

Die Wichtigkeit des Spinewerts

 

Der Parameter, der neben der richtigen Pfeillänge von immenser Bedeutung ist, ist der sogenannte Spinewert. Dieser gibt, knapp ausgedrückt, den Härtegrad des Pfeils an. Der Grundsatz lautet: Je höher die Pfeillänge, desto härter der Pfeil, ergo desto höher der Spine Wert.

Für den Spinewert empfehlen wir dir unseren Spinewert Rechner. Um einen solchen Spine Wert Rechner zu nutzen, musst du verschiedene Parameter wie Bogenart, Auszugslänge, Pfeillänge und einige mehr in die entsprechenden Felder eingeben. So erhältst du bequem den passenden Spine. Alternativ kannst du dich natürlich auch beraten lassen. Gute Bogenschießen Online Shops bieten diesen Service auch per Mail oder Telefon an.

 

Gefahr durch einen zu kurzen Pfeil

Ein zu kurzer Pfeil stellt eine Gefahr dar. Fällt er von der Halteposition am Schaft des Bogens, ist es sogar möglich, dass du den Pfeil im falschen Moment loslässt und er sich in deine Hand bohrt. Andernfalls wird der Pfeil unkontrollierbar, sodass damit keine guten Treffer mehr möglich sind. Allein schon das Gefühl, dass der Pfeil jeden Moment abrutschen könnte, schadet deiner Konzentration und beeinträchtigt somit deine Leistungsfähigkeit.

Du solltest immer daran denken, dass der Pfeil vermutlich das wichtigste Hilfsmittel ist, um schwere Verletzungen zu vermeiden. Eine kurze Recherche bei Google kann dir die schmerzhaften Folgen eines zu kurzen Pfeils aufzeigen. Selbst erfahrene Bogenschützen bleiben von den Folgen eines zu kurzen Pfeils nicht verschont. Schon bei deinen ersten Versuchen beim Bogenschießen solltest du dich von dem Betreuer bei der Wahl der Pfeile, die deiner Auszugslänge entsprechen, beraten lassen.

Du solltest darauf achten, dass der Pfeil beim Einnehmen der Schusshaltung etwa fünf bis acht cm über den Bogenschaft ragt.

 

 

Pfeilspitzen

Auch die Frage nach den richtigen Pfeilspitzen ist eine, die sich jeder Bogenschütze stellen sollte. Mit etwas Erfahrung kannst du dir einfach selbst Pfeilspitzen kaufen und diese auf den Pfeil aufmontieren, falls deine Pfeilspitzen einmal beschädigt wurden. Allerdings solltest du darauf achten, dass diese zu deinen Pfeilschäften passen, denn die Pfeilspitze übernimmt beim Bogenschießen einige essentielle Aufgaben:

  • Die Pfeilspitze verbessert durch ihre aerodynamische Form die Flugeigenschaften des Pfeils
  • Die Pfeilspitze sorgt auch durch ihr Gewicht für mehr Stabilität während des Fluges
  • Die Pfeilspitze schützt den Pfeilschaft vor Schäden durch den Einschlag in die Zielscheibe

 

Aus diesen Gründen muss die Pfeilspitze sowohl in Größe und Gewicht als auch Form auf den jeweiligen Pfeil abgestimmt sein.

  • Pfeilspitzen für Holzpfeile müssen außen montiert werden, da Holzschäfte kompakt sind und nicht hohl. Daher werden sie über den Schaft geschoben und dann entweder verklebt oder verschraubt. Pfeilspitzen, die verklebt werden, sind langlebiger als solche, die verschraubt werden; allerdings sind sie nicht so einfach auszuwechseln, wenn sie mal beschädigt wurden.
  • Für Pfeilspitzen für Fiberglaspfeile gilt im Wesentlichen das Gleiche wie für Holzpfeile: Auch Fiberglaspfeile sind nicht hohl, weshalb die Pfeilspitzen darübergeschoben werden. Allerdings können Spitzen für Fiberglaspfeile nicht verschraubt werden. Sie werden immer verklebt.
  • Pfeilspitzen für Carbonpfeile werden in den Schaft hineingesteckt, da dieser hohl ist. Dadurch entsteht ein großer Vorteil: Beim Entfernen aus der Zielscheibe verhakt sich dein Pfeil nicht, denn durch die eingesteckte Spitze entsteht kein Überhang nach außen.
  • Pfeilspitzen für Aluminiumpfeile werden nach den gleichen Prinzipien montiert wie Spitzen für Carbonpfeile.

Fällt es dir übrigens schwer, deine Spitze auf deinem Holzpfeil zu montieren, kannst du den Pfeil leicht anspitzen. Dazu gibt es spezielle Pfeilanspitzer. Konisch zusammenlaufende Pfeilspitzen lassen sich dann sehr leicht darüberschieben und festkleben beziehungsweise –schrauben.

Clevere Schützen besorgen sich sogenannte Inserts. Das sind Schraubgewinde, die in den hohlen Carbon- oder Aluminiumpfeil geklebt werden. In diese Pfeil Inserts werden dann die verschiedenen Spitzen geschraubt. Dies hat den Vorteil, dass du sehr variabel bist, was deine verwendeten Bogen Pfeile angeht. Du kannst immer wieder Pfeilspitzen austauschen und deren unterschiedlichen Auswirkungen auf deine Schießkünste testen.

 

 

Pfeilbefiederung

Der Pfeil Befiederung kommt eine wichtig Aufgabe zu: Sie stabilisiert den Pfeil und verleiht ihm dadurch bessere Flugeigenschaften. Je größer die Befiederung, desto stabiler, aber auch langsamer verläuft der Pfeilflug. Daher solltest du folgende Faustregel beachten:

Je weiter dein Ziel entfernt ist, desto kleiner sollte die Befiederung ausfallen.

Natürlich kommt es nicht nur auf die Größe der Pfeilbefiederung an, sondern auch auf das Material. Relativ einfach haben es hier die traditionellen Langbogenschützen, denn diese dürfen nur Holzpfeile verwenden, die eine Befiederung mit Naturfedern aufweisen.

 

holzpfeile

 

Es gibt, neben der Naturbefiederung, auch Kunststoffbefiederung. Naturfedern verleihen dem Pfeil unglaublich gute Flugeigenschaften, sie stabilisieren ihn schnell und halten ihn ruhig. Streift deine Befiederung beim Schießen im Gelände ein Hindernis, wird dein Pfeil mit Naturbefiederung kaum abgelenkt, anders als bei der Kunststoffbefiederung. Dennoch sind Pfeile mit Naturbefiederung eher für die Halle geeignet, denn saugen sie sich mit Wasser voll, beispielsweise bei Regenwetter, kleben sie am Schaft und lassen den Pfeil unnötig schwer werden. Hier ist die Kunststoffbefiederung, die eine wasserabweisende Wirkung hat, eindeutig im Vorteil.

Generell befiedert man Pfeile mit drei Federn. Eine Ausnahme hiervon stellen sogenannte Fluflu Pfeile dar, die für sehr kurze Distanzen gedacht sind und sechs Federn aufweisen.

Du kannst deine Pfeile übrigens auch selbst befiedern, allerdings solltest du dich dabei an die Angaben der Hersteller halten. Nicht jede Änderung hat positive Auswirkungen auf das Flugverhalten.

 

Du siehst, dass der Pfeile Kauf gar nicht so einfach ist, wie es sich zunächst anhört. Beachtest du die Infos in unserem Pfeile Kaufberater, kann allerdings nichts schiefgehen. Viel Spaß beim Bogenschießen!